Buddha-Dharma

Meditation in buddhistischem Verständnis geht weit über die Übung von Entspannung hinaus. Die Erfahrungsmöglichkeiten des Buddha-Dharma sind entsprechend der Vielzahl der Lebewesen und ihrer Neigungen äußerst vielgestaltig und haben zu den verschiedenen Zeiten und in den jeweiligen Kulturen spezifische Ausprägungen gefunden. Sicht, Meditation und Handlung sind die drei wesentlichen Elemente, die in der Praxis schrittweise verwirklicht werden. Gemeinsam ist allen Traditionen die Erkenntnis, dass die hauptsächlichen Hindernisse für fühlende Wesen, dauerhaftes Glück und Zufriedenheit zu erlangen, darin bestehen, dass durch Unwissenheit abträgliche Gewohnheiten entwickelt wurden, die entweder zu Anhaftung oder Ablehnung von Situationen führen. Diese Fixierungen verhindern die Wahrnehmung des Lebens und der Welt so wie sie sind. Alle tiefgründige und kontinuierliche Praxis führt daher zu einer ungetrübten, unmittelbaren eigenen Erkenntnis der Natur des Geistes – frei von Konzepten und Vorstellungen.