Meditation erlernen

Meditation erlernen heißt vor allem eine realistische Sicht in der Welt entwickeln und unabhängig von äußeren Umständen in einer heiteren Gelassenheit verweilen. Das meint keine weltabgewandte Wirklichkeitsverweigerung, sondern vielmehr eine weitreichendere Handlungsfähigkeit, da wir uns schrittweise davon befreien, uns in unseren Gefühlen und Befürchtungen zu verstricken. Wenn wir zwischen der Hoffnung auf Lob, Ruhm, Spass und Gewinn und der Furcht vor Tadel, Schande, Schmerz und Verlust unseren Platz im Leben bewusst einnehmen können, gewinnen wir wichtige Freiheiten für die Beschäftigung mit dem, was unseren Geist eigentlich ausmacht.

Mit Stille vertraut machen

Gedanken ziehen wie Wolken am Himmel unseres Erlebens herum, lenken uns ab die tiefe Ruhe des Geistes wahrzunehmen. Gerade wenn unser Alltag voller Ablenkungen und Impulse ist, bekommt die Balance von Aktivität und Ruhe Bedeutung. Das ist gar nicht so einfach, weil die ständige Aktivität nicht zur Ruhe kommen will. Die tibetische Tradition hat viele Methoden gefunden, durch Meditation ein direktes Erleben des Geistes zu entwickeln. Vorbereitende Übungen durch Visualisierung, Rezitation und körperliche Bewegungen helfen uns, Fixierungen in unserer Identität konstruktiv zu transformieren und unsere Sicht der Welt flexibler zu gestalten. Viele dieser Begriffe haben bereits Eingang in unsere Sprache und Kultur gefunden, damit sie aber als konkrete Methoden ihr Potenzial für Zufriedenheit, Gesundheit und Wohlbefinden entfalten können, bietet das gemeinsame Üben mit authentischen, individuellen Hilfestellungen in Drikung Samten Chö Gar einen geeigneten Rahmen. Anfänger:innen sind ebenso willkommen wie erfahrene Praktizierende.

Gemeinsam meditieren – individuell und digital

Sobald wir in der Meditation geübt sind, sind räumliche und technische Einschränkungen kein Hindernis. Digitale Hilfsmittel ermöglichen auch eine gemeinsame Praxis, wenn gesundheitliche Vorsichtsmaßnahmen Distanz erfordern. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und wenden flexible Lösungen an.

Retreats mit Ven. Drubpon Khandro Rinpoche

Das Verständnis von Meditation und Philosophie entwickelt sich im kontinuierlichen Üben. Drubpon Khandro begleitet seit 2013 die stufenweise Praxis in regelmäßigen Retreats im Mediationszentrum Drikung Serkyi Karma Ling in Vraténin, Tschechien.

Drubpon Sonam Nyima Rinpoche in Drikung Samten Chö Gar

Am 16. April 2018 besucht Drubpon Sonam Nyima Rinpoche anlässlich des zehnjährigen Bestehens das Zentrum Drikung Samten Chö Gar. Rinpoche lebt seit vielen Jahren in Taiwan als Meditationslehrer. Bei seinem Besuch wird er der Übungsgruppe des Fünffachen Pfades zu Mahamudra Hinweise zur Meditationspraxis geben. Anschließend begleitet Rinpoche die Gruppe gemeinsam mit Drubpon Konchog Khandro Rinpoche zu einem Retreat nach Drikung Serkyi Karma Ling in Tschechien.

Meditationsretreat in Drikung Serkyi Karma Ling 3-5 November 2017

Von 3-5 November üben wir die vorbereitenden Übungen zum Fünffachen Pfad zu Mahamudra im Kultur- und Meditationszentrum „Drikung Serkyi Karma Ling“ in Tschechien. Der Schwerpunkt dieses Wochenendes liegt in der Mandala-Praxis.

800 Jahre Erinnerung an Kyobpa Jigten Sumgön

Am 23. Oktober 2017 Tsog Puja und Drikung Chöd „Kusali Tsog“ zur Erinnerung an Kyobpa Jigten Sumgön, den Gründer der Drikung Kagyü Linie in Drikung Samten Chö Gar. Viele Meditationsübungen, insbesondere der Fünfteilige Pfad zu Mahamudra, aber auch eine Vielzahl philosophischer Texte wie „Gong Chig“ – die eine Absicht, gehen auf diesen großen Yogi zurück.

Tag der offenen Tempeltür in Drikung Samten Chö Gar

Es ist eine wertvolle Tradition der österreichischen Dharmazentren, Menschen die an Meditation interessiert sind, die Gelegenheit für ein Kennenlernen der vielfältigen Übungswege zu bieten. Wenn Sie Interesse an Meditation haben und gerne einen Einblick in die Vielfalt und Tiefgründigkeit der tibetischen Tradition, die Natur unseres Geistes zu begründen, bekommen wollen, vereinbaren Sie bitte ein Treffen unter info@drikungaustria.org oder rufen Sie unter 0676 3283312 an. Näheres über das Zentrum und unsere Aktivitäten finden Sie auch auf dieser Website.

Khenpo Tsultrim Tenzin 25-27 August 2017

Khenpo Tsultrim Tenzin leitet seit vielen Jahren das Drikung Zentrum in Frederick, Maryland, USA. Bereits mehrfach hat er unser Zentrum besucht und uns an seinem breiten Wissen teilhaben lassen. Diesmal wird Khenpo Tsultrim Tenzin anlässlich des heurigen 800 Jahr Julibäums der Drikung Kagyü Linie in Drikung Serkyi Karma Ling, Vratenin, einige Übertragungen aus dem Zyklus der 50 Wangkurs des 1. Chuntsang Rinpoche Rigdzin Chökyi Drakpa geben, einer umfassenden und berühmten Textsammlung aus dem 16. Jahrhundert. Die Übertragung umfasst insbesondere die Meditationspraxis der drei großen Bodhisattvas und Weisheitsschützer (Rig Sum Gönpo) – Chenrezig, Majushri und Vajrapani. Als Dharmagabe wird Khenpola auch die Meditationspraxis des Roten Manjushri-Yamantaka übermitteln. Bei Interesse an dieser Veranstaltung bitte um Anmeldung unter info@drikungaustria.org.

Dharmapraxis im 21. Jahrhundert

Der Linienhalter der Drikung Kagyü Überlieferung, SH Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche, hat anlässlich des 800 Jahr-Jubiläums des Maha Parinirvana von Kyobpa Jigten Sumgön, dem Liniengründer, allen Interessierten und insbesondere den nahe verbundenen Praktizierenden in der Drikung Kagyü Überlieferung in den folgenden drei Gedanken wertvolle Anregungen zu einer modernen Dharmapraxis im 21. Jahrhundert gegeben:

– Besinnung auf die Sutras und ursprünglichen Anweisungen des Buddha Shakyamuni. Im tibetischen System stützen wir uns zur Entwicklung einer stabilen Sicht auf das Wissen erwachter indischer und tibetischer Meditationsmeister und die Werke und Kommentare außergewöhnlicher Philosophen. Dabei werden die ursprünglichen Worte des Buddha oft nicht ausreichend in die Überlegung einbezogen. Das stille Verweilen des Geistes, die Shamatha Meditation, in der Sichtweise der drei Fahrzeuge Hinayana, Mahayana und Vajrayana ist eine zentrale Grundlage, besonders für Menschen, die den Dharma innerhalb eines beruflichen und familiären Umfelds entwickeln wollen. Kurze intensive Retreats (gemeinsam mit regelmäßiger Praxis in Studiengruppen) ermöglichen eine umfassende Erfahrung des Dharma und sind auch mit unserem westlichen Leben vereinbar. Dabei ist es hilfreich, auch die ursprünglichen Methoden der Meditation im Gehen, Stehen und Liegen gemeinsam mit der meist bevorzugten Methode der Meditation im Sitzen verstärkt zu üben.

– Eine breite Sichtweise aneignen: wir sind heute in besonders glücklichen Situation, dass wir Wissen über alle Wissenszweige der geistigen Traditionen verfügbar haben. Es hilft uns, unsere Sichtweise offen zu halten, indem wir die Breite des Verständnisses von PhilosophInnen und Praktizierenden in uns entwickeln, anstelle uns nur in enger Weise auf einen Ausschnitt zu konzentrieren.

– Schützen wir die Umwelt: viele Menschen haben erkannt, dass wir unsere Lebensgrundlagen mit großer Achtsamkeit entwickeln müssen, um dauerhafte Schäden zu vermeiden. Seit 2015 ist Seine Heiligkeit „Mountain Ambassador“ der UNO für die Himalayaregion und hat eine Vielzahl von Projekten initiiert, die beitragen, Umweltschäden zu vermeiden und eine nachhaltige Regionalentwicklung fördern: Eis-Stupas ermöglichen eine Wiederbewaldung in Ladakh, das erste Bio-Landbaudorf in Indien entsteht und die Vernetzung von Wissen in Europa, Amerika und Asien ermöglicht einen Austausch, der nicht nur technisches Wissen, sondern auch neue Fruchtarten für entlegene Gebiete verfügbar macht.

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